Wahlprogramm 2014: Bildung

Veröffentlicht am 01.04.2014 in Standpunkte
 

Sprecherin für Kinder, Jugend, Bildung: Lena Kamrad

Das Wahlprogramm 2014-2019 der SPD im Bereich Bildung

Vorbereitet für die Zukunft

Bildung entscheidet über die Zukunftschancen jedes und jeder Einzelnen und sie entscheidet auch über die Zukunft unserer Stadt. Deshalb steht gute Bildung für die SPD ganz weit oben. Wir unterstützen in die Zukunft gerichtete Projekte wie die Schulentwicklungskommissionen für Berufs- und weiterführende Schulen in Mannheim. Und wir begleiten die Weiterentwicklung unserer Bildungslandschaft konstruktiv.

Den Bildungsbegriff fassen wir dabei ganzheitlich. Er geht weit über das, was schulische Bildung beinhaltet, hinaus. Wir wollen alle Kinder und Jugendlichen nach ihren individuellen Fähigkeiten und Begabungen, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, fördern und unterstützen.

Ganztagsschulen ausbauen

Zukunftsfähig ist vor allem die Ganztagsschule. Wir wollen mehr Ganztagsschulen in Mannheim. Denn in gut rhythmisierten Ganztagsschulen mit gutem pädagogischem Konzept sehen wir ein wichtiges Instrument auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit in Mannheim. Außerdem tragen Ganztagsschulen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Wir wollen Schulen ermutigen, vielfältige gebundene und offene Angebote anzubieten, wo das von den Schulgemeinschaften gewünscht wird.

Betreuung unserer Kinder sicherstellen

Ergänzend zu den Ganztagsschulen wollen wir eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Hortbetreuung. Diese soll auch durch Fortbildungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichergestellt werden. Die Betreuung in den Schulferien wollen wir an den Bedürfnissen der Eltern ausrichten.

MAUS

Das Mannheimer Unterstützungssystem Schule (MAUS), das auf Initiative der SPD eingeführt wurde und das auch überregional Beachtung fand, wollen wir weiterentwickeln. Zusätzlich zu den 13 Schulen, die bisher von MAUS profitieren, sollen alle Mannheimer Schulen, die sich dieses qualitätsgeprüfte Angebot „einkaufen“ wollen, die Möglichkeit dazu erhalten – mittels des Landes-Budgets für außerschulische Kooperationspartner an Ganztagsschulen.

Auch der Sport soll zukünftig im MAUS-Angebot berücksichtigt werden. Die SPD wird sich dafür einsetzen, eine eigene Personalstelle im Bereich des Kooperationsmanagements einzurichten. So sollen Schulen, Vereine und weitere Kooperationspartner in freier Trägerschaft eine angemessene Unterstützung finden.

Jugendarbeit und Schulen verzahnen

Uns ist es wichtig, gerade im Zusammenhang mit der Ganztagsschule die Kooperation von Jugendarbeit und Schule weiter auszubauen. Wir wollen Vereine, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement eine große Stütze unserer Gesellschaft sind, bei ihrem Vorhaben unterstützen, verlässliche Kooperationen mit Schulen zu etablieren,

Schulformen sichern

Mannheim steht in der Tradition innovativer Schulformen. Ein Beispiel hierfür ist die Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH). Mit der Gemeinschaftsschule wird ein neues attraktives Schulmodell in Baden-Württemberg realisiert. Dies wollen wir auch in Mannheim fördern. Wenn sich nach der Kerschensteiner Schule eine weitere Schulgemeinschaft entschließen sollte, den Weg in Richtung Gemeinschaftsschule einzuschlagen, werden wir sie nach besten Kräften unterstützen.

Viele Eltern in Mannheim wünschen sich ein neunjähriges Gymnasium (G 9) für ihre Kinder. Sollte das Land eine Ausweitung von G 9 ermöglichen, werden wir Mannheimer Gymnasien, die auf G9 umstellen wollen, dabei helfen.

Auch die Begabtenförderung ist uns wichtig. Deshalb unterstützen wir die Kinder- und Jugendakademie, mit der ein durchgehendes Konzept der außerschulischen Begabtenförderung von der Einschulung bis zum Abitur etabliert wird.

Schulsozialarbeit ausweiten

Wir wollen weitere Schulen mit Schulsozialarbeit ausstatten. Sollte das Land zusätzliche Mittel freigeben, wird sich die SPD dafür einsetzen, dass Mannheim auch den städtischen Finanzierungsanteil aufbringt. Wir streben an, die Schulsozialarbeit auch auf Berufsschulen auszuweiten.

Sanierungen gehen weiter

Für die SPD steht fest, dass die seit einigen Jahren bereits angegangene Sanierung unserer Schulen weitergehen muss. Die verbliebenen Sanierungsaufgaben werden wir schrittweise angehen. Dies gilt selbstverständlich auch für unsere Berufsschulen. Auf Initiative der SPD ist es bereits gelungen, in den letzten beiden Doppelhaushalten zusätzliche Mittel für die Ausstattung der Berufsschulen einzustellen.

Leicht aus der Schule in den Beruf starten

Der Übergang von der Schule in den Beruf ist eine entscheidende Schnittstelle in den Bildungsverläufen der Schülerinnen und Schüler. Wir begrüßen die kürzlich beschlossene Neuausrichtung des Übergangsmanagement Schule und Beruf. Zukünftig soll es an jeder Werkrealschule einen Ausbildungslotsen geben, dessen Arbeitsplatz an der Schule ist und der die Schülerinnen und Schüler individuell begleiten kann. Eine wissenschaftliche Evaluation dient der Qualitätssicherung. Das Übergangsmanagement wird damit wirksamer!

Da ist es auch hilfreich, dass Mannheim ab dem Schuljahr 2014/2015 Modellregion des Landes für den Übergang Schule und Beruf wird.

Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass auch der Übergang an die Mannheimer Hochschulen und Universitäten gelingt. Wir würden es begrüßen und unterstützen, wenn die Stadt Mannheim hier eine koordinierende Managementaufgabe als eine Art Wirtschaftsförderung übernimmt.

Mehr Chancen für die Integration

Wir wollen Kinder aus bildungsfernen Familien von Anfang an stärker fördern. Zu diesem Zweck haben wir den städtischen „Entwicklungsplan Bildung und Integration“ beantragt. Er enthält Empfehlungen, Ziele und Zielwerte für die unterschiedlichen Handlungsfelder der frühkindlichen, der schulischen und der non-formalen Bildung und soll den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zielgerichtet und nachhaltig fördern. Die Umsetzung des Plans wollen wir auch zukünftig konstruktiv begleiten.

Zukunft der Stadtbibliothek

Eine aktive Stadtentwicklung denkt Bildungspolitik mit. In dem Zusammenhang sehen wir die Standortentscheidung für eine neue Stadtbibliothek. Kaum ein anderer Ort und kaum ein anderes Angebot in der Stadt Mannheim findet einen vergleichbaren Zuspruch. Mehr als 900.000 Nutzerinnen und Nutzer sowie rund 49.000 Gäste bei über 2.700 Veranstaltungen im Jahr sprechen für sich. Gleichzeitig führt eine veränderte Mediennutzung zu neuen Anforderungen an eine Bibliothek der Zukunft.

Deshalb machen wir uns weiterhin für einen Neubau der Stadtbibliothek stark. Angesichts des Entwicklungspotentials auf der südlichen Platzhälfte des Alten Messplatzes in der Neckarstadt halten wir es für angebracht, eine Machbarkeitsstudie zur Verwirklichung eines solchen Bauprojektes durchzuführen.

 
 

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