SPD-Kultur-Tour zu MARCHIVUM, EinTanzHaus und Kurpfälzischem Kammerorchester

Veröffentlicht am 19.09.2017 in Unterwegs

Die Gäste beim Baustellenrundgang im MARCHIVUM

Die Mannheimer Kultur ist vielfältig und innovativ. Das beweist der eben vorgestellte neue Geschäftsbericht zur Kulturförderung der Stadt. Drei der geförderten Einrichtungen zeigten die Stadträtinnen und Mitglieder im Kulturausschuss des Gemeinderats Helen Heberer und Prof. Dr. Heidrun Kämper sowie Landtagsabgeordneter und Stadtrat Dr. Boris Weirauch jüngst dem kulturpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dr. Nils Schmid.

Das MARCHIVUM wird wichtiger Ort der historisch-politischen Bildung

Erste Station der Tour war das MARCHIVUM, das neue Mannheimer Stadtarchiv, wo Archivleiter Prof. Dr. Ulrich Nieß, der für das Schriftgut verantwortliche Dr. Christoph Popp, Architekt Jörg Deffner vom Planungsbüro Schmucker & Partner und Projektleiter Marcus Schäffner von der GBG, die das MARCHIVUM für 18 Millionen errichten und dann an die Stadt vermieten wird, über Umbau und geplante Neuerungen im künftigen MARCHIVUM informierten. Auf besonderes Interesse stieß, dass die Einrichtung  viel mehr sein wird als ein bloßes Archiv. „Ein Haus der Stadtgeschichte u. a. mit einer multimedialen Ausstellung zur Geschichte der Stadt seit 1600 und einem NS Dokumentations-Zentrum, das passt hervorragend in die Mannheimer Bildungs- und Kulturlandschaft“, zeigte sich Stadträtin Kämper begeistert. Dass das Ganze „interaktiv und überraschend und für alle Altersgruppen“, sein wird, wie Prof. Nieß ankündigte, gefiel den PolitikerInnen sehr. Stadträtin Heberer ist überzeugt: „Das MARCHIVUM wird eine hervorragende Stätte für die historisch-politische Bildung werden. Das ist in einer Stadt, die sich im ständigen Wandel befindet, ganz wichtig.“  

 

Das EinTanzHaus schließt eine Lücke im Kulturangebot der Stadt

Zweite Station war das EinTanzHaus in der Trinitatiskirche, das am 30. September eröffnet wird. Hier berichtete Eric Trottier, freier Choreograph und Motor des Kulturprojekts, über die Pläne für das Haus, das ein Zentrum für den Zeitgenössischen Tanz in der Rhein-Neckar-Region werden soll. Das hat bisher gefehlt in Mannheim: ein modernes Tanztheater, das multimediale Projekte verfolgt und mit Eigenproduktionen und Gastspielen neue Akzente in der Mannheimer Kunst- und Kulturszene setzt und darüber hinaus in den Stadtteil hinein wirken will – durch Kooperationen mit Schulen oder gezielte Kurs-Angebote wie z. B. Breakdance für Kinder und Jugendliche. „Das passt gut zu unserem Ziel, die kulturelle Bildung zu stärken und Kindern und Jugendlichen neue Wege zu eröffnen“, so Heberer. 

 

Das Kurpfälzische Kammerorchester ist breit aufgestellt und soll wieder länderübergreifend finanziert werden

Breakdance spielt auch beim Kurpfälzischen Kammerorchester eine Rolle, selbst wenn man es kaum glauben mag. Das der „Mannheimer Schule“ verpflichtete Orchester zeigt sich aber ebenso innovativ wie das neue Tanztheater. Beim Besuch in der Geschäftsstelle des Orchesters berichteten der Vorsitzende des Trägervereins Prof. Dr. Dietmar von Hoyningen-Huene und die stellvertretende Geschäftsführerin Gabriele Gefäller über jüngste Aktivitäten und generelle Situation des Orchesters. Neben die klassischen Konzerte sind längst neue Formate wie die erfolgreichen Traumkonzerte im Schloss oder die Mannheimer Schule 2.0, das Schulprojekt des Kammerorchesters mit dem Streetdancer David Kwiek, alias Mr. Quick, getreten. Berührungsängste gibt es nicht, sogar in der Fernsehsendung „Das Supertalent“ ist man mit großem Erfolg aufgetreten. Dennoch fehlt immer Geld in der Kasse, um die Orchestermusikerinnen und -Musiker angemessen nach Tarif zu bezahlen. Nachdem das Land Rheinland-Pfalz die Unterstützung vor einigen Jahren gestrichen hat, obwohl das Orchester auch dort häufig spielt, möchten die Mannheimer KulturpolitikerInnen versuchen, das wieder zu ändern. Helen Heberer und Dr. Weirauch sehen hierzu einige Chancen. Derzeit erhält das KKO nur nennenswerte Zuschüsse von der Stadt Mannheim und dem Land Baden-Württemberg. „Das Kurpfälzische  Kammerorchester ist kein Orchester nur für Mannheim, sondern für die ganze Kurpfalz, und das sollte sich nicht nur im Namen ausdrücken“, stimmten Heberer und Weirauch überein.

 
 

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