Konzept „Zeitstromhaus“ voranbringen

Veröffentlicht am 04.08.2017 in Anträge

Prof. Dr. Heidrun Kämper kümmert sich um das Thema

Die Verwaltung wird beauftragt, einschlägig mit der Thematik „Zeitstrom“ befasste Institutionen zu beauftragen, verantwortlich zusammen mit den bereits seit Längerem mit dem Gegenstand befassten Personen das Konzept „Zeitstromhaus“ weiterzuentwickeln und das Haus künftig im Sinn dieses zu erarbeitenden Konzepts zu betreiben.

Der Gemeinderat möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, einschlägig mit der Thematik „Zeitstrom“ befasste Institutionen, wie z.B. mg: gmbh (im Rahmen von Kulturelle Stadtentwicklung), Marchivum, rem, zu beauftragen, verantwortlich zusammen mit den bereits seit Längerem mit dem Gegenstand befassten Personen das Konzept „Zeitstromhaus“ weiterzuentwickeln und das Haus künftig im Sinn dieses zu erarbeitenden Konzepts zu betreiben.

Begründung:

In der B-Vorlage V174/2016 hat die Verwaltung den Auftrag erhalten, das Projekt zu entwickeln und zu realisieren: „Die Verwaltung wird beauftragt, das Konversionsprojekt ‚Zeitstrom‘ zwischen 2016 und 2018 so weiterzuentwickeln, dass fachlich und historisch angemessen Vor- und Zeitgeschichte populärwissenschaftlich erlebbar gemacht werden können – mit dem Schwerpunkt auf FRANKLIN.“ Dieser Auftrag benennt die zu beteiligenden Verwaltungsbereiche nicht, weshalb eine Adressierung bestimmter Überlegungen und Einbeziehung vorhandenen materiellen und Wissenspotenzials nicht möglich ist.

Das als Anhang der B-Vorlage vorgelegte Konzept „Zeitstrom Mannheim“ macht deutlich, dass das Stadtentwicklungsprojekt Benjamin Franklin Village eine einzigartige und unbedingt zu nutzende Ressource aufweist. Diese Ressource wurde in der Konzeption von „Zeitstrom“ mit „Vorgeschichte“, „US-Geschichte“ und „Perspektiven von Demokratie und Globalisierung“ auf drei Säulen gestellt. Die Reiß-Engelhorn-Museen haben in Bezug auf den prähistorischen Bereich eine entsprechende Konzeption im Rahmen von „Zeitstrom“ eingebracht. Die Aspekte „US-Geschichte“ und „Perspektiven von Demokratie und Globalisierung“ müssen unbedingt im Rahmen einer Mannheimer Demokratiegeschichte aufgrund der Einmaligkeit der räumlichen Gegebenheiten (Stichwort „Geschichts- und Erinnerungsort“) weiterentwickelt werden.    

Die bisher aus Interesse an der Sache, jedoch ohne offiziellen Auftrag (Prof. Gassert/“Amerikaner in Mannheim“, Prof. Kämper/“Haus der Demokratie“) bzw. mit Beratungsauftrag (Peter Wellach) Beteiligten haben großes Interesse an der Weiterentwicklung.

Inzwischen hat diese aber einen Status erreicht, der es erforderlich macht, verantwortliche städtische Kooperationspartner mit einem verbindlichen entsprechenden Handlungsauftrag einzubeziehen. Als Institutionen kommen z.B. in Frage das Marchivum, die Reiß-Engelhorn-Museen sowie die mg: gmbh, bei der das das Projekt "Kulturelle Stadtentwicklung" mittlerweile angesiedelt ist.

In diesem Zusammenhang ist auch zu klären, inwieweit die städtische MWSP als Eignerin des Grundstücks und des Gebäudes über die ihr daraus erwachsenen Verpflichtungen hinausgehend zu beteiligen ist.

Auch ist in die Überlegungen einzubeziehen, dass die Stadt Heidelberg den baulichen Part ihres vergleichbaren Zeitgeschichtsprojekts „Mark Twain City“ (http://www.heidelberg.de/Konversion,Lde/Startseite+Konversion/Presse/03_07_2017+mark+twain+center+in+der+suedstadt_+gemeinderat+stimmt+inhaltlichem+konzept+zu.html ) mit Fördermitteln des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ in Höhe von 2,2 Mio. Euro voranbringt.

 
 

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